Was sind Faszien?

Faszien sind feine, zähe, bindegewebige Häute. Sie umhüllen alle Muskeln, Knochen, Organe und Nerven. Sie bilden also ein den ganzen Körper umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk. Dieses Netzwerk sorgt dafür, dass alle Teile des Körpers zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefügt sind und bleiben. Es  unterstüzt den Körper, schützt ihn und wirkt wie ein elastischer Stoßdämpfer bei Bewegungen.

Durch Faszien werden die verschiedenen Muskeln voneinander abgegrenzt. Innerhalb der Faszie kann der Muskel kontrahieren, dass heißt sich verkürzen und verlängern.  Desweiteren sind Faszien auch am Abtransport der Lymphe beteiligt. Lymphflüssigkeit ist im Körper für den Transport von Nähr- und Abbaustoffe zuständig. Dazu gehören auch Krankheiterreger wie Bakterien und Fremdkörper.
Zwischen den Faszien wird die Flüssigkeit, unterstützt durch Muskelbewegungen, abtransportiert. Jedoch bildet sich durch bei der Muskelkontraktion freigesetzte Stoffe auch das unlösliche Fibrin in der Lymphe. Dieses sorgt für ein Verkleben der Faszien untereinander und führt zu einem Stau der Lymphe.
Infolgedessen kann der Muskel nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt und Abbauprodukte nicht vernünftig abtransportiert werden. Es kommt zu Verspannungen und "festen" Muskeln.

Faszien als Ursache für Stress

Doch nicht nur körperliche Ertüchtigung kann zu verspanntem und verklebtem Fasziengewege führen. Ein ebenso wichtiger Einflussfaktor ist die Psyche. Durch Stress kann die Faszienspannung steigen, duch Gelassenheit sinken. Im Umkehrschluss dazu sorgt eine hohe Spannung der Faszien für Unwohlsein. Man fühlt sich gestresst und ruhelos.
So ein Zustand kann auf Dauer eine erhöhte Verletzungsgefahr zur Folge haben. Eine ruckartige, ungewohnte Bewegung reicht dann meist aus, um Muskeln zu zerren oder zu stauchen.

Faszien haben also einen wesentlichen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden. Leider lassen sich einseitige Bewegungsabläufe beim Sport und Stress im Alltag nicht vermeiden. Man kann dem jedoch entgegenwirken. Durch regelmäßige Selbstmassage mit der Blackroll kann das Fasziengewebe entspannt und Verklebungen vermieden werden. Das sorgt für ein gesteigertes Wohlbefinden und mehr Energie im Alltag. Auch Sportler profitieren von der beschleunigten Regeneration und fühlen sich insgesamt lockerer.

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